Diego der "Teufel" oder warum ich fotografiere

Moin liebe Leute! Ich wurde vor einiger Zeit angeschrieben, ob ich denn auch Fotos von Hunden / Welpen oder allgemein "Tieren" machen würde. Weiß ich jetzt nicht so. Joa. Ne. Achwas, doch klar, man muss ja alles mal ausprobieren ne?! Also hab ich natürlich zugesagt. Letztlich aber im Grunde, weil ich einfach Spaß am Fotografieren hab.

Ich hab zu Hause maximal unseren Kater -Lui- abgelichtet, und das auch eher spontan. Aber man wächst ja an seinen Aufgaben oder wie war das? Jedenfalls haben wir uns im Seeliger Park in Wolfenbüttel getroffen und ich durfte Diego kennenlernen. Ein wirklich toller kleiner Hund; Voller Energie, sehr freundlich und neugierig, ein kleiner Teufel, positiver Teufel eben.


Rückblickend betrachtet war das "Shooting" von meiner Seite aus vielleicht ein eher holpriger Start in Richtung "Tierfotografie": Ich hab mich eigentlich nicht mal richtig vorgestellt oder gesagt was ich mir vorstelle, also auch keinerlei Posen vorgegeben. Ich für meinen Teil dachte mir dabei nichts, nachdem ich ja angeschrieben wurde und mir im Grunde klar war, worum es geht: Fotos. Schöne Fotos. Und das möglichst so authentisch und realistisch, wie der Moment es eben ist. Mhm. So isses halt.


Smalltalk ist eh nicht meins ( auch wenn ich das in Grundzügen kann ), in sofern waren auch relativ wenig gewechselte Worte vorhanden - Naja, ich versuche mich halt auch auf meine Fotografie zu konzentrieren. Vielleicht bin ich da auch einfach etwas unbeholfen oder schüchtern. Aufgefallen ist mir das erst so richtig als ich fragte, ob denn noch irgendwelche Posen oder ähnliches gewünscht wären; "Ich dachte, du hast Ideen oder gibst was vor." - Hm. Ja, hätte ich machen können, stimmt. War vielleicht jetzt nich so der Hit. Trotzdem bin ich der Meinung, dass authentische Fotografie aus dem Moment heraus entsteht, so ähnlich wie es mein guter Freund NORMAN heute in einem Gespräch auch formulierte. Die Interaktion mit dem kleinen Teufel, so, wie es auch ohne mich abgelaufen wäre, ist genau das, was ich festhalten möchte. Gestellte Aufnahmen sind nämlich nicht das, wofür ich die Fotografie als meine Leidenschaft gewählt habe. Ich möchte das Leben einfangen.

Es sind die Momente die entstehen, wenn niemand davon weiß, dass sie da sind. Natürlich nehmen wir sie wahr und freuen uns, sind traurig, erschrocken oder sonst wie berührt. Aber diese Momente passieren, ohne dass Menschen davon im gleichen Moment Notiz nehmen. Das lässt sich meiner Meinung nach auf alle Bereiche der Fotografie anwenden: Ob nun Hochzeit, Tierfotos, Street, Landschaft oder anderes. Und in diesem Fall denke ich, dass es mir ganz gut gelungen ist. Letztlich liegt die Beurteilung dessen natürlich an den Menschen selbst, an jedem Einzelnen. Aber ich bin zufrieden. Und dem Feedback nach zu urteilen die beiden Herrchen / Frauchen auch.


Es ist auch gut möglich, dass ich mich durch die Fotografie ein Stück weit selber besser kennenlerne oder das zumindest möchte. Meine Mutter sagte gestern zu mir sinngemäß: Man lernt viel über sich selber, über seine Stimmung oder den Gefühlszustand, indem man Fotos im Nachhinein ansieht.


Da ist absolut was dran. In dem Moment, in dem ich durch den Sucher meiner Kamera sehe oder auf das Display gucke und mich dem Foto oder "dem Moment" hingebe, ruht alles andere um mich herum. Meine Gedanken sind frei, losgelöst und Sorgen oder Ängste gibt es nicht. Eine Art Meditation könnte man sagen. Das hab ich sonst so in keinem Bereich oder Zeitpunkt meines Alltags.

Ich bin sowieso ein sehr grübelnder, (selbst)kritischer und hinterfragender Typ und durchdenke alles bis nach Meppen. So aber kann ich abschalten. Wie ich ja schon in einem anderen Post sagte, ist das hier eine Art Tagebuch, wenn auch für alle sichtbar. Ich teile sicher nicht alle Gedanken mit euch ( Hallo, gehts noch?!) :P Aber so ein paar sind für euch vielleicht auch interessant. Und wenn nicht, naja dann halt nicht :)


Meine Mutter ist eine sehr sehr kluge und gefühlvolle Frau und hat eigentlich immer die passenden Worte oder Gedanken parat. Und vor allem ermutigt sie mich auch zu Dingen, die ich selber eher skeptisch sehe oder bei denen ich selbst an mir zweifele. Danke Mama, danke für deine Hilfe, mein Leben lang. Ich hab dich lieb!


Zum Abschluss noch das für diesen Blogbeitrag letzte Foto des gestrigen Shootings. Für Shootings dürft ihr mich auch gerne kontaktieren, wenn euch meine Arbeit zusagt und ihr auch solche Fotos haben möchtet :)

Meldet euch gerne auf Facebook, Instagram oder meiner Website bei mir. Es muss nicht zwingend um ein Shooting gehen; Ich bin auch für Ideen oder ähnliches offen. Ich tausche mich auch gerne aus oder nehme Kritik an, solange sie denn konstruktiv ist. Wenn ihr also eine Reportage eures Alltags oder ähnliches wollt, bin ich gerne dabei, ohne dabei zu sein ;)


Für euch alles Gute


LG Sebastian


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